Test, Erfahrungen, Kritik und Empfehlung.

Im Bereich der Ampsimulationen werden viele Wege beschritten aber hauptsächlich der über digitale Schaltkreise und einer damit verbundenen Rechenpower. Die Firma TECH 21 geht hier jedoch gänzlich andere Wege und dies mit großem Erfolg. TECH 21 verbauen analoge Schaltkreise in ihre Verstärker und Tretminen, mit denen ihnen aber hervorragende Röhren-Ampsimulationen inklusive der Simulation von Gitarrenboxen und Mirkofonierung gelingen.
SansAmp steht dabei für die reine Vorverstärkerreihe bzw. einem voll programmierbaren Preamp, und deren kleine Vertreter den Tretminen/Bodeneffekte mit denen man unterschiedlichste Klangcharakteristiken verschiedener Gitarrenverstärker nachahmen kann. Der Tri-AC der SansAmp-Reihe, ist eine Tretmine/Bodeneffekt, bei dem drei unterschiedliche Verstärkercharaktere auswählbar sind und auch drei Fußschalter angebracht sind, mit denen sich ebenso drei einzelne Sound abrufen lassen.
Der SansAmp Tri-AC kann dabei mit einer 9V-Batterie betrieben werden oder auch mit einem 9V-Netzteil, welches aber nicht mitgeliefert wird. Dieser Anschluss befindet sich hinten, ebenso wie der Ein- und Ausgang in Klinkenform.
Auf der Vorderseite sind neben den drei Fußtastern, auch Regler für die Klangregelung DRIVE, BASS, MID, TREBLE und LEVEL und ein Wahlschalter für das jeweilige Ampmodell CALIF, BRIT und TWEET. TWEET steht hierbei für die typischen Fendergeschichten und liefert Cleane bis leicht verzerrte Sounds. BRIT steht für die Marshallfraktion und CALIF bedient die Mesa/Boogie Abteilung. Die Klangregelung arbeitet dabei sehr genau und ist unheimlich vielfältig. Durch jegliches drehen an den Reglern, ändert sich ziemlich schnell aber auch präzise der Klang und man kann damit vielfältige Sounds erstellen. Die Palette an Klängen die man dadurch erzielen kann ist enorm groß.
Die Sounds klingen nicht nur authentisch, sondern sie spielen sich auch so und sie interagieren hervorragenden mit dem Volumenpoti an der Gitarre und auf die jeweiligen Pickupeinstellung. Eigentlich genau das, was man bei einem echten Röhrenverstärker erwartet. Also bei einem gewählten Marshall-Modell mit 3/4 Gain-Einstellung, kann man auf dem Humbucker ein gutes AC/CD-Riff spielen, auf den beiden vorderen Singlecoils einen guten Bluessound und bei weniger Potivolumen einen an der Gitarre, brillante Funksounds. Das SansAmp Tri-AC ist hier wirklich mannigfaltig und man kann so einiges damit anstellen.
Dabei ist die Bedienung des SansAmp Tri-AC wirklich kinderleicht und perfekt gelöst. Die jeweilige Kanalwahl, wird mittels einer LED über den einzelnen Fußschlatern angezeigt. Drückt man dabei den jeweils aktiven Fußschlater des Kanales, so erlischt die LED und kein Sound ist ausgewählt, man hat dann also eine reine Bypass-Schaltung bei der das original Gitarrensignal durchgeleitet wird.
Bei gewähltem Kanal leuchtet neben dem Verstärkerwahlschalter auch in unterschiedlichen Farben, die jeweils zugehörige Amp-LED. An dieser Stelle sei erwähnt, man kann durchaus alle drei Kanäle mit nur einem Amp in belegen. Wer also nur die Fendergeschichte möchte, kann dies hier ruhig auf allen drei Kanälen tun.
Um zu erkennen, wie denn nun die Einstellungen für den jeweiligen Kanal sind, braucht man nur an dem entsprechenden Klanpoti zu drehen und sofort beginnt die jeweilige Kanal-LED an zu blinken. Sie blinkt umso schnell, je weiter sich die Potieinstellung dem gespeichertem Wert annähert und blinkt dauerhaft, wenn sie diesen Wert erreicht hat. Möchte man anschließend einen Sound abspeichern, so muss man den jeweiligen Fußschalter einfach nur zwei mal hintereinander betätigen und voilá, der neue Sound ist gespeichert.
Für all jene, die zu nervös herum trampeln, man kann die Werkseinstellung auch zurückbringen, aber der alte, selbst einprogrammierte Sound ist dann leider futsch.
Wer auf den Kriegsfuß mit den digitalen Ampsimulatopren steht und dennoch direkt in eine PA spielen möchte oder einfach nur leicht und streßfrei zu Hause Gitarrenaufnahmen mit realistischen Gitarrensounds hin bekommen will, der kann hier wenig falsch machen. Mit seinen drei Fußschalter eignet sich der SansAmp Tri-AC zusätzlich noch hervorragend für Livegeschichten und ist durch seine Bypass-Schaltung auch sehr flexibel zu handhaben, z.B. bei Akustikgitarren usw.
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